Was ist Rudern




Rudern kann der Gesundheit, der Fitness und der reinen Erholung dienen, ist aber auch als Wettkampfsport sehr beliebt. Im Ruderverein Senden (RVS) wird Rudern überwiegend als Breiten- und Freizeitsport mit eigenen Booten auf dem stehenden Gewässer des Dortmund-Ems-Kanals ausgeübt. Diejenigen, die zu mehr befähigt sind, erhalten zunächst - wenn sie wollen - durch unsere Trainer eine solide Grundausbildung im Rudern. Sie können sich dann in Kooperation mit einem leistungsorientierten befreundeten Nachbarverein bis zum Hochleistungsruderer mit Teilnahme an internationalen Wettkämpfen trainieren lassen. Beispiele hierfür gibt es beim RVS immer wieder (siehe Erfolge)

Rudern ist eigentlich ganz leicht: man muss nur mit dem Ruderblatt das Wasser nach hinten schieben, damit das Boot nach vorne fährt. (?) Na ja, so einfach ist es nun doch nicht, wenn man das erste Mal in einem Sportboot sitzt. Etwas Technik und Routine gehören schon dazu, um elegant über das Wasser zu gleiten. Das ist aber ziemlich schnell erlernbar, selbst wenn man (nach Lebensjahren) bereits zur sog. älteren Generation zählt. Den Beweis dafür liefern unsere vielen Senioren-Ruderer, die erst als Späteinsteiger Freude am Rudersport gefunden haben.

Rudern ist nicht nur ein Sport für alle Generationen, sondern auch für beide Geschlechter. Im RVS finden Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder (etwa ab 10-11 Jahren) zwanglos im gemeinsamen sportlichen Erlebnis zusammen. Der eine rudert jeden Tag, der andere nur einmal in der Woche oder/und auf einem unserer Ruderergometer ("Trockenrudern").

Ruderboote sind Sportgeräte und deshalb auch nicht vergleichbar mit Booten gleichen Namens, die bei kommerziellen Freizeiteinrichtungen zu mieten sind. Wer mit mehreren in einem Boot sitzt (im Zweier, Vierer oder Achter mit/ohne Steuermann/frau), rudert in einer Mannschaft. Wer in einem Boot allein rudert, befindet sich in einem Einer oder auch Skiff genannt. Allen ist gemeinsam, dass die Ruderer mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen; dadurch befinden sich Backbord auf der rechten und Steuerbord auf der linken Seite (in allen anderen Wasserfahrzeugen ist es genau umgekehrt). Im RVS haben wir überwiegend sog. Skullboote, in denen der Ruderer in jeder Hand einen Skull hält.

Rudern ist ein Sport, bei dem nahezu alle Muskeln des Körpers beansprucht werden - wenn die richtige Technik angewandt wird. Der Irrtum, dass man damit ausschließlich seine Arme in Hochform bringt, ist weit verbreitet. Beim Rudern treten statistisch gesehen die wenigsten Verletzungen auf, mal abgesehen von der einen oder anderen Schwiele an den Händen. Während des Ruderns werden die Gelenke minimal und die Muskeln bis maximal belastet. Topruderer haben die relativ größte Herzschlagkapazität aller Sportler.
Mediziner empfehlen oft das Rudern als sportlichen Ausgleich für Berufe, die viel mit sitzenden Tätigkeiten (Büro, PC, im Auto etc.) verbunden sind. Hier kann insbesondere die Rückenmuskulatur gestärkt und damit die richtige Körperhaltung trainiert werden. Wer bereits unter Rückenbeschwerden leidet, sollte seinen Arzt befragen, ob dieser das Rudern befürwortet und welche begleitenden Rückenübungen neben dem Rudern zu empfehlen sind. Mit regelmäßigem Sport kann auch eine Neigung zu Bluthochdruck 'in Schach gehalten' werden.

Eine gesellige Variante und immer wieder Highlight unseres Sports ist das Wanderrudern. Wanderrudern ist das Verreisen mit dem Ruderboot von Ort zu Ort. Die Strecke wird dabei mit dem Boot (meistens sind es mehrere Mannschaftsboote) auf einem Gewässer zurückgelegt. In den letzten Jahren haben wir Wanderfahrten u.a. nach Prag, Berlin, Emden, Kanada, Lübeck, an die Mosel, die Weser, den Main und zur Mecklenburgischen Seenplatte unternommen.

Und noch etwas gehört zum Rudern: das Bewußtsein, dass man sich mit einem sog. Kleinfahrzeug auf einer Wasserstraße bewegt, die in aller Regel auch von anderen Wasserfahrzeugen genutzt wird. Und wo mehrere oder viele Menschen mit Fahrzeugen unterwegs sind, gibt es Verkehrsregeln. Die wichtigsten Verkehrszeichen, die auch auf dem Dortmund-Ems-Kanal gelten, sind hier im Link zu sehen.
Auf allen Wasserstraßen ist es vorgeschrieben, daß auf allen fahrenden Fahrzeugen - auch Ruderbooten (ja, dazu gehören auch Einer!) - ein Schiffsführer an Bord ist. Er muß entweder selbst steuern oder muß einen geeigneten Rudergänger ans Steuer stellen. Der Schiffsführer muß vor Antritt der Fahrt eindeutig bestimmt sein. Den Schiffsführer nennt man beim Rudersport Bootsobmann. Wer sich in punkto Sicherheit auf dem Wasser näher informieren möchte, ist auf den Seiten des Deutschen Ruderverbandes (hier der Link) gut aufgehoben.

Was benötigt man denn zum Rudern im RVS?

Die Mitglieder des RVS können alle Sportgeräte und Materialien ohne zusätzliche Kosten nutzen. Zur Bekleidung reicht für den Anfang normale Sportbekleidung, die nicht zu weit geschnitten ist. Tipps dazu geben die Trainer gerne. Unsere Ruderkleidung mit dem Vereinsemblem ist speziell für diesen Sport gefertigt und kann über den Verein (das machen Karl und Ute) bestellt werden.
Auf Regen und Kälte sollte man vorbereitet sein, wenn das Wetter unsicher ist.
Als Wassersportler sollten Sie natürlich sicher schwimmen können (ansonsten ist eine Schwimmweste Pflicht).

Und zuletzt: Den Ehering dürfen Sie getrost zu Hause lassen - er ist beim Rudern hinderlich und bringt auch Verletzungsmöglichkeiten mit sich. Außerdem kann man auch ohne Ring treu bleiben....
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